Spam-Score testen und senken

Spamfilter zählen Punkte. Jede auffällige Eigenschaft einer Mail gibt Pluspunkte, jede vertrauenswürdige Eigenschaft Minuspunkte. Ab einer Schwelle gilt die Mail als Spam.

Wie die Schwellen aussehen

SpamAssassin markiert Mails standardmäßig ab 5,0 Punkten als Spam. Rspamd arbeitet mit Aktionen: je nach Punktzahl wird eine Mail verzögert, markiert, im Betreff verändert oder abgelehnt, die Ablehnung liegt in der Vorgabe bei 15 Punkten. Jeder Empfänger setzt eigene Schwellen, und große Anbieter ergänzen eigene Verfahren. Ein Wert knapp unter der Schwelle ist deshalb bei manchen Empfängern schon Spam.

Typische Auslöser

  • Fehlende oder auffällige Header wie Date, Message-ID, Subject oder From.
  • Fehlgeschlagene oder fehlende Authentifizierung (SPF, DKIM, DMARC).
  • Nur-HTML-Mails ohne Plaintext-Teil und Bilder ohne begleitenden Text.
  • Verkürzte Links, Links auf Domains, die auf Blocklisten stehen, und Betreffzeilen in Großbuchstaben.
  • Eine sendende IP auf einer Blacklist oder mit generischem Reverse-DNS.

Punkte senken

  • Zuerst die Regeln mit dem größten Gewicht beheben. sender.report listet sie nach Punkten sortiert mit Beschreibung auf.
  • Authentifizierung vervollständigen und Reverse-DNS prüfen.
  • Text und HTML sauber trennen, ausgeschriebene Links verwenden und einen klaren Betreff wählen.

Häufige Fragen

Welcher Spam-Score ist gut?

Je niedriger, desto besser. Werte unter null sind gut, ein Wert nahe der Schwelle von 5,0 bei SpamAssassin ist riskant.

Warum zeigt sender.report zwei Spamfilter?

SpamAssassin und Rspamd bewerten nach unterschiedlichen Regeln. Zusammen ergeben sie ein breiteres Bild als ein einzelner Filter.

Kann ich Texte testen, ohne jedes Mal eine Mail zu senden?

Ja, der Mail-Simulator bewertet bearbeiteten Quelltext direkt.

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